In der OT hören Björn und ich oft zusammen Musik und in einem Lied ist uns dann eine Zeile aufgefallen, die uns beide ins Gespräch gebracht hat. “Warum glaubt ihr noch an einen Gott ohne Fantasie?”. Dieses Lied behandelt viele Themen, vor allem die Diversität der Menschen, und setzt sich auch kritisch mit der Religion auseinander. Trotzdem hat diese Zeile beide von uns sehr angesprochen und dieses Thema “Fantasie”, Kreativität, hat uns dann nicht mehr losgelassen.

So oft gibt es Momente, in denen ich mich wundere, warum die Welt so ist, wie sie ist. Sie ist voller kleiner, bunter Details, schöner Details, die so unglaublich wirken, so zufällig. Warum sieht ein Regenbogen so aus, wie er aussieht? Warum haben Schneeflocken diese schönen komplexen Formen? Warum haben Blumen unterschiedliche Farben und Formen und warum finde ich moderne Kunst schön und bin inspiriert, wenn ich sie anschaue? All das scheint eigentlich wenig Sinn zu haben, ist nicht überlebenswichtig. Eventuell kann ich wissenschaftliche Phänomene dahinter noch erklären und verstehen, aber warum löst das alles solche Gefühle in mir aus?

“Man kann hundertmal glauben, dass Schönheit und Liebe nur biochemische Reaktionen sind – wenn wir vor großer Kunst und Schönheit stehen, haben wir unweigerlich das Gefühl, dass das Leben doch einen Sinn hat, dass es doch Wahrheit und Gerechtigkeit gibt und dass Liebe alles bedeutet.” – Timothy Keller in Warum Gott?

In solchen Situationen, wenn ich über meine Welt nachdenke, kann ich das Gefühl und das Bewusstsein nicht ignorieren, dass hinter allem in der Welt ein liebender, wohlwollender und kreativer Gedanke steckt. Ich kann Dinge erklären und erforschen und ihnen durch diesen liebenden Gedanken auch noch einen Sinn geben. Wie schade wäre es doch, wenn die Schönheit eines Regenbogens komplett sinnfrei wäre und nichts in mir auslösen würde. Deswegen bin ich froh, dass ich durch Gott, durch seine geliebte Schöpfung, meine Umwelt auch mit Liebe betrachten kann.

Ich wünsche euch ein schönes sonniges Wochenende!

Marthe